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Maya Angelous Sammlung wird versteigert

Bürgerrechtlerin mit Kunstfaible

Die US-amerikanische Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou, die am 28. Mai 2014 verstarb, sammelte auch Kunst. Ihre umfangreiche Sammlung wird im September bei Swanns Auction Galleries in New York versteigert. Artcollector zeigt eine Auswahl

Maya Angelou: Schriftstellerin, Professorin und Ikone der afroamerikanischen Freiheitsbewegung. Über dreißig Bücher hat sie im Lauf ihres Lebens publiziert. Berühmt wurde die Afroamerikanerin vor allem mit ihrer Autobiographie „Ich weiß warum der gefangene Vogel singt“, internationale Bekanntheit erlangte sie 1993 mit ihrem Gedicht zur Amtseinführung von Bill Clinton. Die 1928 in St. Louis, Missouri geborene Angelou arbeitete als erste schwarze Straßenbahnschaffnerin überhaupt in San Francisco, bevor sie die USA für einige Jahre verließ und in Ägypten und Ghana für Tageszeitungen wie The Arab Observer oder The African Review schrieb. Nach ihrer Rückkehr freundete sie sich mit Bürgerrechtlern wie Martin Luther King oder Malcom X an. Während ihre Werke in Deutschland eher unbekannt sind, wird sie in Amerika als Volkslyrikerin verehrt. 2011 erhielt sie mit der Presidential Medal of Freedom die höchste zivile Auszeichnung der USA. Was viele nicht wissen: Die Bürgerrechtlerin begeisterte sich nicht nur für Lyrik, sondern auch für Kunst. Im September 2015 versteigert Swann Galleries nun „The Art Collection of Maya Angelou“: 50 Kunstwerke, die zu Lebzeiten bei Angelou zuhause hingen – 500 besaß die Künstlerin nach Angabe ihres Sohnes Guy Johnson insgesamt. Die Schriftstellerin sammelte vorwiegend Werke afroamerikanischer Künstler und verlieh diese nur selten an Museen. Viele der Werke stehen in der Auktion das erste Mal in der Öffentlichkeit, darunter Arbeiten von John Biggers, Faith Ringgolkds oder Jacob Lawrence.

„For my mother, paintings, sculpture, dance and music were ways of translating the intangible into digestible bites; these forms of art were ways of expressing feelings and emotions that resisted the confinement of words. She appreciated a well-turned, lyrical phrase as much as the lines and contours of a well sculpted figure or the transcending brush strokes that accent an image or the ones that balance the composition of colors in a painting. If she saw a beautiful dance piece or heard a phenomenal musical riff or melody she would talk about it admiringly for days afterward. Imagination and creativity were the central pillars of her work life.“ (Guy Johnson)