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Das Nationalmuseum am Amsterdamer Museumplein. © Rijksmuseum - 2014 - John Lewis Marshall 

#startdrawing im Rijksmuseum

Stift statt Kamera

Immer mehr Museumsbesucher greifen zum Smartphone, machen Selfies oder dokumentieren ihren Besuch bei Twitter. Das Amsterdamer Rijksmuseum ist genervt – und bittet zum Stift. Aber die malerische Idee hat einen Fehler

Die Fassade des Rijksmuseums in Amsterdam ziert derzeit ein großes Plakat: Darauf eine Kamera, die mit roten Strichen durchkreuzt wird. Ist fotografieren dort neuerdings verboten? Nein. Allerdings will das beliebte Museum Besucher dazu animieren,  die Kunstwerke aus aktuellen Ausstellungen zu zeichnen, anstatt diese abzulichten. Prinzipiell eine schöne Idee.

Auf den zweiten Blick hat die Initiative aber einen Knick in der Logik: Besucher sollen sich nämlich bei besagter Mal-Aktion fotografieren lassen – um das ganze dann unter dem Hashtag #Startdrawing bei Instagram oder Facebook zu teilen. Ein Sprecher des Museums erklärte die Idee so: „Visitors are easily distracted and do not truly experience beauty, magic and wonder. This is why the Rijksmuseum wants to help visitors discover and appreciate the beauty of art and history through drawing, so #startdrawing!”

Social-Media mit einer Social-Media-Kampagne kritisieren? Das könnt ihr besser, Rijksmuseum!